Veganes Hühnchen Steak vom Baum

Ernte nur Pilze, die Du zu 100% ganz sicher bestimmen kannst! Es kann lebensgefährlich sein, wenn Du falsch liegst.
Beim kleinsten Zweifel: den Pilz nicht verspeisen!

Ob nun Vegetarier:innen ihre Sehnsucht nach Fleich dadurch zu stillen versuchen, in dem sie allen möglichen Kunstprodukten hinterherrennen, die Fleisch imitieren sollen, oder einfach ein reines Gewissen haben wollen oder, oder… . Ich formuliere mich hier bewusst sehr oberflächlich. Ich weiß, dass die Entscheidung sich vegan oder vegetarisch zu ernähren deutlich umfangreicher ist und individueller getroffen wird als ich es formuliere.

Denn eigentlich möchte ich nur auf ein Produkt aus der Natur hinweisen, welches bereits mehrere Vegetarier:innen in meinem Freundeskreis in höchste Begeisterung versetzt hat. Und zwar ein Baumpilz! Genauer: Den Schwefelpohrling. Zubereitet als paniertes Schnitzel.

Ihr findet ihn von April bis Juni, manchmal auch bis in den Herbst hinein an den Bäumen.

Bestimmt ist Dir der Schwefelpohrling (Chicken des Waldes) schon einmal aufgefallen.

Schwefelpohrling

Vorweg: Er ist, richtig zubereitet (reinigen, zwanzig Minuten kochen, Wasser abgießen, Pilz unter fließenden Wasser abspülen) essbar. Wenn er an einer Eibe, Robinie oder Goldregen wächst, dann lasse die Finger von ihm. Er kann dann die Giftstoffe der Bäume aufgenommen haben. Obstbäume und Weiden (sehr oft hier zu finden) sind unproblematisch.

Achtet beim Pflücken oder besser Abschneiden auf junge Pilze, die noch einen wulstigen Rand haben, der noch nicht ausgefranst ist und schön weiches, aber festes, allerdings kein trockenes Fleisch besitzen.

Ich persönlich bereite den Schwefelpohrling am liebsten als Schnitzel zu. Dazu mische ich etwas Semmelbrösel mit Mehl und verquirle in einem Suppenteller 3-4 Eier. Profis nennen das Panierstrasse…habe ich gehört.

Die panierten Stücke kommen dann in die Fritteuse oder in einen Topf mit heißem Öl. Wenn die Pilzstücke goldbraun paniert sind, könnt ihr auftischen. Ich esse gerne Kartoffelsalat zum “Chicken des Waldes”, aber ihr dürft auch kreativer sein. Vegetarier:innen sind über die Textur des Pilzfleiches und das Geschmackserlebnis in der Regel begeistert. Berichtet doch mal…